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Das Wandern entlang der sogenannten "Trockenstein-Wege" (pedra en sec) ist eine hervorragende Alternative, um die Kulturschätze Mallorcas aus nächster Nähe kennenzulernen. Und: wandern kann jeder, egal ob jung oder alt, man braucht dafür keine besondere Körperkondition. Wandern ist eine einfache und bequeme Form, um ein Gebiet zu erkunden, sich an der Landschaft zu erfreuen oder alte Wege zu entdecken, die von Geschichte, Kunst, Bräuchen und Sagen erzählen. Zur Förderung des Wandersports hat der Inselrat Mallorca viele der historischen Wege hergerichtet und ausgeschildert und zwei Wanderstrecken ins Leben gerufen: die "Ruta de Pedra en sec" (Route der Trockensteine) und die "Ruta Artà – Lluc" (Route Artà – Lluc).

Der Ausbau des Wandersports kommt auch dem wirtschaftlichen Wohlstand in den implizierten Gemeinden zugute, wobei stets auf umweltgerechte Vermarktung geachtet wird. Der Wandertourismus trägt dazu bei, alte Kulturgüter zugänglich zu machen und neue Tourismuskonzepte zu kreieren. Er bietet alternative Freizeitaktivitäten für die Einwohner, ist Werbefaktor für die örtliche Gastronomie und das Kunsthandwerk und fördert die Wiederbelebung der Landwirtschaft und des traditionellen Handwerks durch die Gründung neuer Firmen in den Dörfern

Die "Ruta de pedra en sec" und die "Ruta Artà – Lluc" sind mit einer Länge von mehr als 50 Kilometern Bestandteil der "Großen Wanderstrecken" (Grans recorreguts; GR) und vom Spanischen Dachverband der Bergsteiger geprüft und freigegeben. Die Routen werden von Wegweisern beschildert, wobei die Richtung entweder mit weißen oder roten Pfeilen (den beiden Farben der Wanderlangstrecken) angegeben oder der Weg mit einer Nummer, dem Ziel und ggfs. der verbleibenden Wanderzeit angegeben wird. 


Trockenstein-Route

Auf der Route “Pedra en sec” (GR 221) lassen sich vielerlei Bauwerke aus Trockensteinen im Tramuntana-Gebirge entdecken: Zäune, Mauern, Minen, Baracken oder die sogenannten Schneehäuser (zum Kühlen und der Eisherstellung). 

Überall finden sich hier die Spuren der Geschichte, der Mythen und Legenden, der Bräuche und Traditionen, des alten Kunsthandwerks und der lokalen Küche.

Nach ihrer Fertigstellung wird die Route ihren westlichen Ausgangspunkt in Andratx und ihren östlichen Punkt in Pollença haben, wobei der Weg durch die Gemeinden Calvià, Estellencs, Banyalbufar, Esporles, Valldemossa, Deià, Sóller y Escorça führen wird.

Die ca. 150 Kilometer lange Strecke folgt den alten Reitwegen, die sich unweit der höchsten, oft über 1000-Meter-hohen Gebirgsgipfel schlängeln.

Die Wanderroute gliedert sich in acht Etappen. Am Ende jeder Etappe findet sich eine zumeist renovierte Berghütte, die vom Inselrat Mallorca betrieben wird. Die Strecke kann in ihrer Gesamtheit oder in einzelnen Etappen abgelaufen werden, was die zeitliche Planung je nach den Wünschen der Wanderer oder Gruppen erleichtert. Darüber hinaus werden auch alternative Routen und Sehenswürdigkeiten zur Hauptstrecke vorgeschlagen.

Die Tatsache, dass die Wanderroute an den alten Bergwegen entlangführt, kommt der Erhaltung der Natur- und Kulturschätze zugute. Diese sind durch die Verstädterung und den damit einhergehenden Niedergang des Landlebens zum Teil verschwunden, zum Teil arg in Mitleidenschaft gezogen. Durch die Belebung des Wandertourismus ist auch die Zusammenarbeit der verschiedenen staatlichen Behörden gefragt, sei es beim Anlegen der Wege mit Unterstützung durch die Gemeindeverwaltungen oder Privateigentümer, sei es beim Bau von Unterkünften, an dem sich die Naturschützer des Vereins GOB (Berghütte La Trapa), die Stadtverwaltung Sóller (Hütte La Muleta) oder die Stiftung der Burg Alaró (Bergunterkunft) beteiligen.

Etappen

Die Route “Pedra en sec” ist in acht Etappen und drei Wanderstrecken aufgeteilt. So kann das Tramuntana-Gebirge von West nach Ost durchwandert werden. Auf jeder Etappe findet sich eine Berghütte, wo die Wanderer übernachten können. Man kann jedoch auch die Unterkunftsmöglichkeiten und gastronomischen Einrichtungen der Dörfer in der Umgebung der Route nutzen. So unterschiedlich die Etappen, so verschieden die Landschaften: einsame, teilweise unberührte Küstenabschnitte, die an Dörfchen und Weiler grenzen, Agrarfelder, die auf dichte Wälder, brachliegende Tiefebenen oder die „Màquies“, die höchsten Gebirgsgipfel, folgen...  

Und überall stößt man auf die berühmten Trockensteine, ob an Grenzmauern, in Sümpfen oder auf Wegen. Die meisten Berghütten befinden sich direkt an natürlichen Aussichtspunkten und in unmittelbarer Umgebung zu den historisch und ethnologisch bedeutsamen Kultur- und Naturschätzen des Tramuntana-Gebirges. Der Aufenthalt in einer Berghütte bietet sich daher für kleinere Erkundungen in der Umgebung an, eine zusätzliche Bereicherung der eigentlichen Wanderung. 

Link: Wanderrouten

http://www.conselldemallorca.net/mediambient/pedra/